Zwei Menschen halten sich unterstützend an den Händen, symbolisch für Hilfe und Beratung.

München: Jobhilfe im Osten bleibt zwei Jahre länger

Von der EuroSuc-Redaktion | Stand: 16. August 2026

Menschen in Berg am Laim, Giesing und Ramersdorf können das MBQ-Projekt Brückenschlag zwei weitere Jahre nutzen. Die Stadt München verlängert das wohnortnahe Qualifizierungs- und Beratungsangebot bis zum 31. Juli 2028. Es richtet sich besonders an Personen mit Betreuungsverantwortung sowie an Menschen, die keinen Zugang zu Maßnahmen des Jobcenters haben.

Brückenschlag gehört zum Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm. Die Kurse und Beratungen finden direkt in den Sanierungsgebieten der Städtebauförderung statt. Nach Angaben der Rathaus Umschau sind für die Verlängerung keine zusätzlichen städtischen Haushaltsmittel erforderlich.

196 Teilnehmende seit dem Projektstart

Seit August 2023 haben 196 Menschen an Brückenschlag teilgenommen. Damit wurden die ursprünglich gesetzten Ziele übertroffen. Hinzu kamen 34 Quartiersveranstaltungen mit rund 950 Teilnahmen sowie etwa 495 niedrigschwellige Beratungen.

Die Zahl von 950 bezeichnet Teilnahmen an Veranstaltungen und nicht zwingend ebenso viele einzelne Personen. Sie zeigt dennoch, dass das Projekt neben der beruflichen Unterstützung auch als Anlaufstelle in den Quartieren genutzt wird.

Pflegequalifizierung und Basismodule im Viertel

Das umfangreichste Fachangebot ist die Qualifizierung zur Betreuungskraft nach § 53b SGB XI. In fünf Durchläufen haben bislang 66 Teilnehmende diese Qualifikation erfolgreich abgeschlossen. Das Angebot soll zugleich Pflegefachkräfte entlasten und zur Sicherung von Personal im Pflegebereich beitragen.

München: Jobhilfe im Osten bleibt zwei Jahre länger

Ergänzend wurden 41 Basismodule durchgeführt. Behandelt wurden berufsbezogenes Deutsch, Mathematik, digitale Kompetenzen und Bewerbungstraining. Einen konkreten nächsten Kursbeginn nennt die städtische Mitteilung nicht.

Vormittagskurse erleichtern den Zugang

Die Angebote finden bewusst in den betroffenen Stadtvierteln und überwiegend am Vormittag statt. Dadurch können insbesondere Menschen teilnehmen, die Kinder oder Angehörige betreuen und längere Wege oder ungünstige Kurszeiten schwer organisieren können.

Brückenschlag erreicht außerdem Personen außerhalb der üblichen Jobcenter-Maßnahmen. Formale Teilnahmevoraussetzungen, mögliche Kosten und das genaue Anmeldeverfahren werden in der Mitteilung nicht erläutert.

Finanzierung ist bis Juli 2028 gesichert

Die Fortführung wird zu 90 Prozent durch den Europäischen Sozialfonds und den Bund im Rahmen des ESF-Plus-Programms BIWAQ finanziert. Den städtischen Eigenanteil bringt München über Personalressourcen des MBQ ein. Aktuelle Informationen zu Kursen und Beratungen stellt die Stadt unter dem Stichwort Brückenschlag bereit.

Quelle: Munich Rathaus Umschau

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