Ein Handballtor mit Ball in einer leeren, hellen Sporthalle für sportliche Wettkämpfe.

Schwerin schafft Platz für die Champions League

Die Palmberg-Arena im Sportkomplex Lambrechtsgrund soll für die Heimspiele des SSC Palmberg Schwerin um 400 Sitzplätze wachsen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert die Erweiterung mit fünf Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“. Ab der Saison 2027/2028 soll die Halle damit 2.500 Zuschauer fassen.

Für den SSC hat der Ausbau eine unmittelbare sportliche Bedeutung: Die zusätzliche Sitzplatzkapazität ist erforderlich, damit Champions-League-Spiele künftig in Schwerin ausgetragen werden können. Die Erweiterung soll damit nicht nur mehr Platz für Zuschauer schaffen, sondern auch internationale Heimspiele und die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins dauerhaft absichern.

Beim symbolischen Baustart übergab Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Förderbescheid. Oberbürgermeister Sebastian Ehlers bezeichnete die mehrfachen deutschen Meisterinnen und Champions-League-Teilnehmerinnen des SSC als sportliches Aushängeschild der Landeshauptstadt und Mecklenburg-Vorpommerns.

Zwei neue Ränge an Ost- und Südseite

Die neuen Plätze entstehen in den Blöcken C und D an der Ost- und Südseite der Halle. Vorgesehen sind Balkontribünen, die jeweils als zweite Ränge in den Innenraum der Arena ragen.

An der Ostseite wird dafür ein etwa drei Meter breiter Anbau errichtet. Er dient vor allem dazu, einen neuen Zugang für Zuschauer zu schaffen; vorhandene Treppenhäuser sollen weiter genutzt werden. An der Südseite verläuft der Zuschauergang innerhalb der bestehenden Boxhalle und ist von außen nicht sichtbar.

Die bauliche Lösung knüpft an den bereits realisierten Bereich über Block B an der Nordseite an. Für Besucherinnen und Besucher soll die Erweiterung vor allem zusätzliche Sitzplätze bei Heimspielen bringen, ohne dass dafür eine neue Spielstätte benötigt wird.

Bauablauf bei laufendem Spielbetrieb

Die Arbeiten sind in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Zuerst soll die Ostseite umgesetzt werden, anschließend folgt die Südseite. Der normale Spielbetrieb soll während der An- und Umbauten nicht behindert werden.

Bei optimalem Bauablauf könnte der erste Abschnitt an der Ostseite laut Stadt bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Beide Tribünen sollen zum Beginn der Saison 2027/28 nutzbar sein. Die Fertigstellung des ersten Abschnitts bleibt damit vom tatsächlichen Verlauf der Bauarbeiten abhängig.

Die Lambrechtsgrund Betriebsgesellschaft mbH steuert das Projekt als Pächterin der Palmberg-Arena. Die neue Erweiterung folgt auf den Umbau von 2022, bei dem die Stadt rund drei Millionen Euro in einen VIP- und Cateringbereich sowie einen Multifunktionsraum investierte. Damit wurden Mindeststandards erfüllt, die die Deutsche Volleyball Liga von Spitzenvereinen verlangt.

Was sich vor Ort ändert

  • Die Kapazität steigt um 400 auf 2.500 Plätze.
  • In den Blöcken C und D entstehen zusätzliche zweite Ränge.
  • Der Ligabetrieb soll während der Bauzeit weiterlaufen.
  • Ziel ist, Champions-League-Heimspiele des SSC künftig in Schwerin zu ermöglichen.

Die Angaben beruhen auf einer Mitteilung der Landeshauptstadt Schwerin vom 13. August 2026. Entscheidend für Fans und Verein ist nun, dass die beiden Tribünen wie geplant zur Spielzeit 2027/28 bereitstehen.

Quelle: State Capital Schwerin Press Releases

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